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Flyer Mühlenerlebnistage 2015

Faszination Mühlenkultur

Das Klappern der Mühlräder war einst die Erkennungsmelodie dieser Erholungsregion. Geblieben sind ein Hauch der Faszination der Mühlen und die Landschaftsidylle, die heute die Wanderfreunde und Radler genießen.

Wir, die Pfälzer Mühlenwirte, sind die Betreiber der letzten Mahlmühlen und der Mühlengaststätten in der Region und möchten Ihnen die Mühlen und ihre Faszination wieder vertraut machen.

Dazu bieten wir Ihnen in unseren Mühlengaststätten ausgewählte Mühlengerichte an, die mit regionalen Spezialitäten zubereitet werden.

In unseren regionalen Mühlenregalen finden Sie weitere Pfälzer Mühlenprodukte, wie Mehl, Grieß, verschiedene Schnäpse und Honigsorten oder Hausmacher zum Verzehren oder Verschenken.
 

Kosten und genießen Sie mit uns die Pfälzer Mühlenkultur!
 
Die Knopper Mühle gehörte zur Herrschaft der Sickinger
Knopper Mühle

Der letzte Bewohner der Knopper Mühle, Heinrich Müller, hat das Mühlenhandwerk seiner Vorfahren nicht mehr erlernt. Bereits 1918 hatte die Mühle der alteingesessenen Müllerfamilie den Betrieb eingestellt. Neben der Getreidemühle gehörte zum Knopper Mühlengut im Laufe der Jahrhunderte eine Ölmühle. Am längsten gehalten hat sich jedoch die spätere Bäckerei. Bis zum Jahre 1925 wurde zeitig am Morgen das Brot gebacken und am Nachmittag mit dem Pferdewagen in die Dörfer Gerhardsbrunn, Knopp und Labach gefahren.

Im Landstuhler Weistum, einer Aufzeichnung von Rechtsgewohnheiten des Mittelalters, ist im Jahre 1 500 niedergeschrieben, dass der Müller zu Niederlabach einen Mühlenzins von vier Malter und zu Fleischgeld zwei Pfund Heller an die Herrschaft in Landstuhl zu zahlen habe. Das im Dreißigjährigen Krieg untergegangene Dorf Niederlabach lag unterhalb der Einmündung des Labaches in den Stuhlbach. Die Mühle wurde wieder aufgebaut. Die überlebenden Dorfbewohner, die nicht wie die Müllersleute auf die Wasserkraft im Tal angewiesen waren, siedelten nach dem Krieg lieber auf der fruchtbaren Sickinger Höhe. Sie gründeten das neue Dorf Knopp auf dem Höhenrücken. Dieser Name ging um 1760 auch auf die Mühle über.

Landgrafen-Mühle und Katzenmühle
Landgrafen Mühle

Die Heimatforscher und Geschichtskundler haben überliefert, dass die Bezeichnung Katzenmühle für die ehemalige Oberhauser Mühle erstmals um das Jahr 1790 auftaucht. Es gibt eine Vermutung, dass auf der Mühle zu jener Zeit Katzen gezüchtet wurden, die an den Herzog Karl II. August von Zweibrücken verkauft wurden. 

Mit Sicherheit kann angenommen werden, dass die Katzenmühle das älteste Gebäude des heute mit Wallhalben verschmolzenen ehemaligen Dorfes Oberhausen ist. Oberhausen gehörte zum einstigen Landkreis Zweibrücken. Der Nachbarort Wallhalben zum Landkreis Pirmasens. Unser Mühlenbach, die Wallhalb, ist seit 843 ein europäisches Grenzgewässer.

Die Katzenmühle war stets eine Mahlmühle. Von 1855 bis 1915 wurde neben der Mahlmühle auch noch eine Bäckerei betrieben. Nach dem letzten Kriege stellte die Katzenmühle ihren Mahlbetrieb ein. In den fünfziger Jahren wurde das vom Stuhlbach angetriebene Mühlrad entfernt. Auch vor der Katzenmühle machte das pfälzische Mühlensterben keine Ausnahme. Heute hat die beeindruckend renovierte Mühle eine neue Funktion. Im Hotel-Restaurant Landgrafen-Mühle können sich Wanderfreunde im „Pfälzer Mühlenland“ erholen. Direkt beim Mühlen-Hotel beginnen die Wandertouren „Mühlendorf-Weg“, „Schlapphutweg“, „Meilbächeltal-Wasserschupfad-Weg“, „Gräfin-Sonja-Bernadotte-Weg“ und „Mühlenweg“.

Die Wallhalber Mühle – Zeugnis der Dorfgeschichte
Brotlaibe - Wallhalber Mühle

Die Erbauung der Wallhalber Mühle geht auf die Grafen von Leiningen zurück, die um etwa 1350 die Landesherren von Wallhalben waren.  

Aus einem Erbbestandsbrief von 1765 zwischen dem Grafen Christian Karl Reinhard und Karl Friedrich Wilhelm zu Leiningen und Dachsburg mit dem damaligen Müller Johann Jakob Schaaf geht hervor, dass zur Mühle noch etwa 80 Morgen Land gehörten. Eine Urkunde aus dem Jahre 1774 berichtet vom Übergang der Mühle auf den Müller Michael Schaaf aus Linden. Nach dem Ende der Leininger Herrschaft  1789 durch den Einzug der Franzosen wurde Michael Schaaf Eigentümer der Mühle. Im Jahre 1821 wurde die Mühle und das Land an den damaligen Bürgermeister von Oberhausen, Gerbermeister Friedrich Ritter, verkauft. Es war der Besitzer der ehemaligen Lohmühle.

Zur Mahlmühle gehörte zeitweise eine Ölmühle, in der Raps und Kohl geschlagen wurden. Der Bäckermeister und Müller Karl Ritter Senior modernisierte 1921 die Mühle und 1935 die Bäckerei. Die Stilllegung der Mühle erfolgte 1965. Vieles ging verloren, aber die Kunst des Brotbackens haben die Bäcker der Wallhalber Mühle bis heute bewahrt. Ein Gaumenerlebnis ist der runde Brotlaib aus Sauerteig des Mühlenbäckers.

Die Würschhauser Mühle mahlt noch Mehl
Würschhauser Mühle

Ihren Namen verdankt die Mühle der ehemaligen Siedlung Werschhausen. Urkundlich soll Werschhausen erstmals 1293 und 1560 genannt werden. Der Ort ist mit der Mühle im Dreißigjährigen Krieg vernichtet worden. Noch 1935 stieß man bei Wasserleitungsarbeiten neben dem heutigen Sägewerk Ziegler auf Fundamente dieses einstigen Dorfes.

Die Mühle wurde im Jahre 1725 durch Peter Scheffe, Schultheiß von Herschberg und Werschhausen, wieder aufgebaut. Besitzer wurde damals Peter Angne, dessen Nachkommen bis zum Jahre 1842 Müller dieser Mühle waren. Angne hatte sich 1726 mit Maria Margaretha, der Tochter des Schultheißen Peter Scheffe, verheiratet. Die Witwe des Peter Angne, Philippine, heiratete in zweiter Ehe den Müller zu Rieschweiler, Adam Bayer. Der spätere Besitzer Karl Ludwig Ziegler aus Schönenberg heiratete 1895 Bertha Bayer. Die Müllersleute hatten die beiden Söhne Ludwig und Hermann.

Nach dem Wiederaufbau der Mühle im Jahre 1725 wurde Getreide gemahlen und Öl geschlagen. Für die aufgegebene Ölmühle wurde 1896 ein Sägewerk errichtet das mit Dampfkraft betrieben wurde. Der Umbau und die Modernisierung der Getreidemühle erfolgten 1924. Heute wird die Getreidemühle im Volksmund häufig als "Zieglermühle"nach dem Familiennamen der Bewohner des Mühlengutes bezeichnet.

Die Konradsmühle im Wallhalbtal
Konradsmühle

An der Konradsmühle dreht sich kein Mühlrad mehr von Kraft des Wassers. Die große Handwerkskunst des Kornmahlens und der süße Geruch des aufgerauten Mühlsteines ist den heutigen Mühlenbesitzern nicht mehr bekannt. Seit 1935 gibt es keinen Müller mehr auf dem Mühlengut, der das Korn der Sickinger Höhe zu Mehl mahlt.

Das genaue Alter der Konradsmühle liegt im grauen Dunkel der Geschichte. Die erste unstrittige Urkunde datiert aus dem Jahre 1727. In diesem Schriftstück wird die Ansiedlung als "Herschberger Mühle" bezeichnet. Geschichtsforscher vermuten, dass in unmittelbarer Nähe des Mühlengutes die alte Siedlung Reinheim lag.  In den Forstakten von Herschberg wird 1743 ein Bender als Mühlenbesitzer genannt. Laut Amtsakten der Grafschaft Leiningen-Falkenburg des Jahres 1780 kaufte Adam Heintz von der Knopper Mühle für 2000 Gulden das Anwesen von H. Kettenring. Die Tochter, Anna M. Heintz, heiratete 1795 einen Valentin Schneider aus Gerhardsbrunn. Deren Nachkommen teilten die Mühle und die Ländereien später auf. Julius Schneider erhielt die zum Betrieb gehörende Branntweinbrennerei, Bruder Karl erbte die Mahlmühle. Im Jahre 1955 haben die Eltern der Mühlenbewohnerin, Kurt und Olga Jung, aus Gerhardsbrunn die Mühle gekauft.

Die Kneispermühle in der Naturidylle des Mühlentales
Kneispermühle

Die Kneispermühle am europäischen Grenzgewässer im Wallhalbtal hat den Wandel der Mühlenkultur miterlebt. Seit vielen Jahren ist das ehemalige Mühlengut ein beliebter Erholungstreffpunkt im stillen Tal. Ursprünglich war es eine Mahlmühle, die das Korn und den Weizen für das kostbare Mehl der Bewohner aus den Dörfern  Maßweiler, Oberhausen, Reifenberg und Schmitshausen zu mahlen hatte. In der Geschichtsschreibung wird die Kneispermühle 1440 als Mühle der Zweibrücker Herzöge genannt.

Die "Kneysviller Mühle" war ehemals eine Bannmühle, der Zweibrücker Herzöge. Im Jahr 1897 bekam die Kneispermühle eine neue wichtige Funktion für die Höhendörfer Schmitshausen und Biedershausen. Die Mühle wurde zum Wasserwerk, um Trinkwasser vom Tal mit der vorhandenen Wasserkraft des Mühlrades auf die Höhe zu pumpen.

Renate Brenner hat die Mühle mit ihren Kindern zu einem Treffpunkt für Erholungsurlauber und Wandergäste gemacht. Der besondere Flair des Biergartens und die Naturschönheit des Mühlentales sind die wichtigen Gründe der Anziehungskraft, der idyllisch gelegenen Mühlengaststätte. Die Mühle liegt unmittelbar am "Mühlenweg", dem "Gräfin-Sonja-Bernadotte-Weg", dem "Meilbächeltal-Wasserschaupfad-Weg", "Keltenpfad" und dem "Schlosswald-Weihermühle-Weg", sodass die Wandergäste und Erholungsurlauber seltene Naturerholung genießen können.

Die Weihermühle beim Wasserschaupfad
Landgasthof Weihermühle

Die Entstehung der Weihermühle im Odenbachtal, einst auch Tal des Ottenbach genannt, wird zwischen 1400 und 1450 vermutet. Die Leininger Grafen legten an der "Furth über den Ottenbach" einen Fischweiher an. An dieser Stelle führte der Weg von Herschberg nach Höheinöd vorbei. Einige Zeit später wurde nicht weit von diesem Platz die "Odenbacher Mühle", die heutige Weihermühle, errichtet.

Seit dem Jahre 1928 wird in der ehemaligen Mahlmühle eine Gastwirtschaft betrieben. Von 1926 bis 1943 war die Weihermühle im Besitz der Forstverwaltung. Auf der Gemarkung Herschberg und um die Weihermühle gibt es ein großes Waldgebiet des Staatsforstes, was einmalige Naturerholung bietet. Eingebettet in diese eigentümliche Landschaftsidylle befindet sich in der Talaue der Wasserschaupfad. Hier ermöglichen Wald, Wasser und bizarre Felsgebilde eine einmalige Wanderung auf den Spuren der Erdgeschichte. Der Wanderfreund darf die Besonderheiten eines Landschaftschutzgebietes genießen.

Heute ist dieses stille Seitental mit den Wandermöglichkeiten am "Wasserschaupfad", "Schlosswald-Weihermühle-Weg", "Meilbächeltal-Wasserschaupfad-Weg" und "Sickinger Höhenweg", beim Landgasthof und "Der kleinen Mühle" mit den erholsamen Biergärten ein beliebtes Ausflugsziel.

Die kleine Mühle im Tal der Weihermühle
Die Kleine Mühle - Weihermühle

Nicht weit vom historischen Mühlengebäude des Weihermühltales entfernt steht "Die kleine Mühle" an einem sonnigen Plätzchen vor der Naturkulisse des Schlosswaldes. Hier im stillen Taleinschnitt lassen sich die Wanderer und Naturgenießer gerne von den Gaumenfreuden der Mühlenwirtin verwöhnen.

Wer auf dem Schlosswald-Weihermühle-Weg, dem Meilbächeltal-Wasserschaupfad-Weg und der Rundtour Weihermühle zur Kneispermühle wandert, der kommt unmittelbar an "Der kleinen Mühle" vorbei. Nur 500 Meter von der Gaststätte entfernt geht es auf dem Wasserschaupfad ins Seitental des Odenbaches. Eine eigentümliche Landschaftsidylle hat die Urgewalt des Wassers mit den bizarren Felsen, plätschernden Quellen und Weihern in der Talaue hinterlassen.

Die Rosselmühle, ein Mühlengut von uralter Mühlentradition
Rosselmühle

Heute kann sich nur noch das Wasserrad der Rosselmühle in unserem romantischen Tal mit der natürlichen Kraft des Wassers in Bewegung setzen. An der Rosselmühle drehte sich das Mühlrad sechs Mal in der Minute, was einer Leistung von 14 Pferdestärken entsprach. Bei der Rosselmühle ließen die Bewohner von Maßweiler, Thaleischweiler, Höhfröschen, Herschberg, Gersbach und Reifenberg mahlen. Schönes weißes Mehl zu mahlen, das war einst die große Kunst von Müllermeister Adolf Luxembourger.

Für die Heimatforscher zählt die Rosselmühle zu den ältesten Mühlen des Tales, obwohl es bis heute keinen genauen geschichtlichen Nachweis gibt. Bekannt ist, dass die Mühle 1720 neu erbaut wurde. Ab diesem Zeitpunkt erhielt sie den Beinamen Eselsmühle, da diese Tiere die Mahlsteine der Knochenmühle in Bewegung setzten. Das Knochenmehl war in der Folgezeit, ein wichtiger Dünger für die Landwirtschaft. Das heutige Wohnhaus der Rosselmühle erbaute Valentin Agne im Jahre 1838. Nächster Besitzer war der Müller Daniel Wild. Er gab sie später seinem Schwiegersohn Heinrich Cron. Bei einer Versteigerung im Jahre 1872 erwarb Jakob Borst aus Maßweiler die Mühle für 2 800 Gulden. Borst verkaufte die Mühle 1875 an seinen Vetter Peter Huber aus Riedelberg.

Die Faustermühle im Wallhalbtal

Oberhalb des Zusammenflusses von Wallhalb und Schwarzbach steht die Faustermühle am Mühlenwanderweg. Bis 1564 soll beim Mühlengut die ehemalige Siedlung Rieschweiler gelegen haben. Die Mühle selbst wird 1601 von einem Marteß Hanß von Mühlenbach (Höhmühlbach) errichtet. Lediglich einen Mahlgang (Mühlstein) hatte die Mühle zu jener Zeit. Aber schon bald fehlt von der Mühle jede Nachricht bis zum Jahre 1695. Es ist anzunehmen, dass sie das Schicksal vieler anderer Mühlen teilte und im Dreißigjährigen Krieg untergegangen ist.

Erst im Jahr 1705 hat Nikolaus Faust aus Rieschweiler die Mühle an dem längst verwilderten Mühlplatz wieder errichtet. Ab jener Zeit nannte man das Mühlengut die „Maßweiler Mühle“. Bald darauf baute Faust zur Getreidemühle noch eine Sägemühle. Die Kraft des Wassers musste für unterschiedliche Handwerksbereiche genutzt werden, um den Menschen die körperliche Arbeit zu erleichtern. Nach dem Tod des Erbauers wurde sein Sohn Mühlenbesitzer. Ab dem Jahre 1756 führte der Enkel Valentin Faust die Mühle als Alleinbesitzer weiter. Die Sägemühle wurde 1759 zu einer Ölmühle umgebaut. Zwischenzeitlich hatte sich wieder der Name „Faustermühle“ nach dem Erbauer und späteren Besitzer wieder eingebürgert.