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Kirche St. Laurentius

St. Laurentius Kirche - Contwig - Steinhauerweg

Die katholische Kirche St. Laurentius wurde in einer dreijährigen Bauzeit von 1903 bis 1906 errichtet. Eine erstaunlich kurze Zeit, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen damals dieses sehenswerte Gotteshaus entstand. Die großen Natursandsteinquader wurden mit Keilen und Vorschlaghammer in einem Steinbruch „Am Mühlberg“ losgebrochen. Alle Steinbrucharbeiten und das Zurichten der Steine wurden in Handarbeit verrichtet. Der Transport zur Baustelle erfolgte noch mit Pferdefuhrwerken. Zeugnis von der Kunstfertigkeit der einheimischen Steinmetze legen die beeindruckenden Steinhauerarbeiten im Innern der Kirche ab. 

Der Aufstieg zur Kirche führt von der Hauptstraße aus über eine Freitreppe. Gegenüber dem Kirchenportal erbaute die Laurentiusgemeinde 1945, zum Dank und als Mahnmal, daß der Ort während des zweiten Weltkrieges von den schlimmsten Zerstörungen verschont blieb, eine Lourdes-Grotte, ein Ausdruck tiefer Frömmigkeit.


Steinkreuze

Auf dem Steinhauerweg

Die Errichtung der Feldkreuze war vor mehr als 100 Jahren ein Brauchtum, das sich vom nahen lothringischen Raum in unsere Dörfer fortsetzte. Eines der ersten Kreuze war als „Kaisers Kreuz“ bekannt, errichtet im Jahr 1869 am Battweilerweg. Ein anderes Steinkreuz wurde „In der Hirtengrube“, an der Straßengabelung oberhalb der Gewanne „Oben am Bohnrech“ 1873 errichtet. In der Gewanne „Am Zeitersberg“  und „Auf dem Mühlberg“ sind zwei weitere Kreuze zu finden. Beide Kreuze wurden um 1890/91 eingeweiht. Vier Feldkreuze stehen in der Gemarkung des Ortsteils Stambach, an der Schul-, Dellfelder- und Talstraße sowie am Kiefernweg. Alle Feldkreuze bestehen aus heimischem Sandstein und wurden von Contwigern Steinmetzen gefertigt. Bei der Wanderung über Flure und Felder ist es reizvoll, an den Feldkreuzen eine besinnliche Rast einzulegen. Seit keine Prozessionen mehr zu den Feldkreuzen geführt werden, sind diese leider fast in Vergessenheit geraten.


Maurer- Steinmetzhandwerk in Contwig

Contwig - Steinhauerweg

Seit mehr als 300 Jahren wird der Beruf des Steinmetzes/Steinhauers bis heute in der Gemeinde Contwig mit viel Tradition ausgeübt.  

Der Beruf des Steinhauers/Steinmetzes bedarf einer dreijährigen Ausbildungszeit. Die meiste Zeit seiner Ausbildung verbringt der junge Steinhauer im Steinbruch bei den Steinbrechern. Steinbrecher ist ein Beruf, bei dem mit großer körperlicher Anstrengung Steine zur Weiterverarbeitung aus dem massiven Erdgestein herausgebrochen werden. In mühevoller Arbeit wird der Stein sorgfältig aus dem Felsen herausgeschrotet. Früher wurden die Werkstücke im Winter mit Löchern durchbohrt und mit Wasser verfüllt und abgesprengt. Dadurch bestand keine Gefahr, dem Stein einen Riss oder einen sonstigen Schaden zuzufügen. Daneben wurde in harter Arbeit mit Schlegelhammer und Keilen das Werkstück abgehauen.  

Nun begann die Arbeit des Steinhauers/Steinmetzes. Mit Zweispitze und Krönel wurde zuerst die Setzfläche bearbeitet, damit das Profil fixiert werden konnte. Millimetergenau wurden die Profile herausgearbeitet, damit alles zusammen passte.  

In der katholischen St. Laurentiuskirche in Contwig kann man am Kreuzgewölbe, an den mächtigen Säulen, an der Kanzel und an den Fenstergerippen sehen, welche präzise Arbeit von den Handwerkern verrichtet wurde. Auch an den Außenfassaden der Kirche kann man diese Arbeit heute noch bewundern. Viele weitere Arbeiten an Häuserfassaden, Fenster- und Türeinfassungen und dekorative Giebelgesimse zeugen vom kreativen und handwerklichen Können der Steinhauer.