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Naturerlebnis Osterglocke

Naturerlebnis Osterglocke

Wenn der Frühling auf der Sickinger Höhe und am Tilemann-Stella-Weg Einzug hält, dann ist auch Blütezeit für die Küchenschelle (echte Kuhschelle oder Osterglocke), so nennt der Volksmund diese unter Naturschutz stehende Blume. Eine Naturschönheit wurde zum Markierungssymbol dieses mit der Natur und der Geschichte des Dorfes Battweiler so tief verwurzelten Wanderweges.

Die wie der Stängel silbern behaarte, sechsblättrige Blüte breitet sich bei Sonnenschein sternförmig aus. Die gelben Staubgefäße gleichen einer goldenen Kugel. Eine seltene Naturschöpfung, die der Mensch und Wanderfreund einfach nur bewundern soll.


Kirche das Wahrzeichen des Dorfes

Kirche Battweiler

Ein Kunstdenkmal neugotischer Baukunst ist die 1907 eingeweihte Dorfkirche über dem Ohmbachtal. Dass die Kirche zu Battweiler eine besondere Ausstrahlung und Schönheit besitzt, bezweifelt niemand, der das Wahrzeichen in der Dorfmitte gesehen hat.

Über die alte Kirche weiß man nur, dass sie im romanischen-gotischen Stil erbaut war. Pfarrer Mayer hatte 1840 im Kirchenbuch niedergeschrieben, dass die alte Kirche viel zu feucht, zu klein und nicht viel wert sein. Bei der Gründung eines Kirchenbauvereins 1895 wurde festgestellt, dass die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche baufällig sei. Beim Läuten der Glocke schwanke der Turm hin und her. Das Gewölbe im Chorraum zeige Risse, die decke sei zum Teil eingestürzt und für die beträchtlich gewachsene Gemeinde zu klein. Im Spätsommer 1906 wurde die alte Kirche bis auf den Sockel niedergerissen.

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Geißenbrücke, Ohmbach und Stockbornerhof

Wer von Battweiler auf dem ehemaligen Schulpfad zum Stockbornerhof wandert, der überquert die Geißenbrücke über dem Ohmbach. Die kleine Brücke wird im Volksmund nur als Geißenbrücke bezeichnet. Die Söhne des Dorschullehrers Konrad Loschky hätten dort am Waldessaum immer die Geißen gehütet. 

Der aus Franken stammende Dorfschullehrer war ein bekannter Vieh- und Hühnerzüchter, Imker, Verwalter der örtlichen Spar- und Darlehenskasse und Organist der Kirchengemeinde. Im Jahre 1888 hat er den Schuldienst in Battweiler übernommen, als die Dörfer der Region zum Königreich Bayern gehörten. Nach 43 Jahren Schuldienst wurde Loschky Ehrenbürger von Battweiler.


Der Gewässerlauf Ohmbach

Die Dorfbewohner sprechen nur vom Ohmbachtal und der Ohmbach, obwohl der Gewässerlauf gleich drei Namen hat. Vom Katzenfels ist es bis unterhalb der Dorfkirche die Marbach, danach die Ohmbach und später die Mansbach, die vor Oberauerbach in den Auerbach mündet. Zwischen Ohmbachbrünnchen und Rehgeißenfels stand einst der Ohmbacherhof, wo schon seit 1830 der herzogliche Jagdaufseher, Heinrich Sperber, wohnte. Ab 1910 wurde der Hof von Heinrich Freyer mit seiner Familie bewohnt. Der Hof hat die Namensgebung für das gesamte Tal und den Bach beeinflusst.

Für den Siedlungsforscher Hennig Kaufmann entstammt der Name des Bachlaufes der fränkischen Besiedlungsgeschichte. Der Flurnamensforscher Ernst Christmann deutet den Namen als ein durch die Auen fließender Bach.


Der Stockbornerhof

  • Stockbornerhof

Die Hofsiedlung Stockbornerhof  kennt die Geschichtsschreibung erst seit dem Jahre 1764. Der Zweibrücker Herzog Christian IV. hatte die Anlegung des Hofgutes auf minderwertigem Land in der Waldlandschaft „Allseiters“ verfügt. Der Hof erhielt den Namen der in der Nähe des Hofes entspringenden Quelle, die man zu jener Zeit „Stockborn“ nannte. 

Für das Hofgut gab es 1764 mit Nickel Bayer aus Battweiler, Lorenz Hennfreund aus Reifenberg und Heinrich Schäfer aus Battweiler mehrere Bewerber. Schäfer erhielt schließlich den Zuschlag. Den Hof mit 170 Morgen Land bewirtschaftete er schlecht. Im Jahre 1791 wird Jacob Gehlbach alleiniger Erbbeständer des Hofgutes. Er war Mitbesitzer des Komtureigutes des Deutschritterordens in Battweiler. Die Zugehörigkeit des herzoglichen Hofgutes Stockbornerhof zur Gemeinde Battweiler oder Reifenberg wurde in einem langwierigen Prozess im Jahre 1844 geklärt. Seit dieser Zeit gehört die Hofsiedlung zu Reifenberg.


Rätselhafter Grenzfelsen an der „Großen Marbach“ beim Katzenfels

  • Grenzfelsen

Nicht weit vom Katzenfelsen entfernt entdeckte Landvermesser Tilemann Stella eines der ältesten Grenzzeichen im Zweibrücker Land. In seinen Aufzeichnungen über die Beschreibung der Ämter Zweibrücken und Kirkel für den Herzog hat er 1563 einen mächtigen Felsen entdeckt, der mit seltsamen Steinzeichen behauen war. Für den aus Wittenberg in Ostdeutschland gekommenen Kartographen blieb dieser Felsen ein ungeklärtes Rätsel.

Heute ist der Grenzfelsen nicht mehr sichtbar, da er vermutlich zugeschwemmt wurde oder die Bevölkerung hat aus ihm sogar Steine gebrochen für den Hausbau. 

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Der Kartograph Tilemann Stella im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken

Der Kartograph Tilemann Stella im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken

Der Geometer, Kartograph, Bibliothekar und Astronom Tilemann Stella wurde 1525 in Siegen geboren, wo er später die Lateinschule besuchte. Für den Herzog Wolfgang, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern und Graf zu Veldenz hat er die Ämter Zweibrücken und Kirkel beschrieben. Außerdem hat er dazu eine Karte erstellt, wo alle damals vorhandenen Dörfer eingezeichnet sind. Das Kartenwerk über die Ländereien des Herzogtums umfasst 16 Einzelkarten und eine Übersichtskarte. Fügt man alle Kartenteile zusammen, dann ergibt sich eine Größe von etwa 1,60 Meter im Quadrat.

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